Die Gemeinde Arico

 

Die Gemeinde Arico liegt im Süden Teneriffas und hat eine Küstenlänge von 17 km. Die Gemeindeverwaltung wird von Villa de Arico übernommen – weitere Orte der Gemeinde sind Arico Nueva, Arico Viejo, Lomo de Arico, Abades, La Jaca und Poris de Abona. Die Gemeinde ist im Ganzen als historischer Komplex geschützt. Innerhalb der Gemeinde gibt es enorme Höhenunterschied zwischen 0 und 2.529 Metern – die höchste Erhebung innerhalb der Gemeinde ist der Montana de la Griete. Malerische Häuser in weißer Farbe und mit grünen Haustüren bezaubern in den Ortsteilen der Gemeinde. Das Gemeindegebiet ist vom Weinanbau und von Käsefabriken geprägt, deren Köstlichkeiten probiert werden können. Die Gemeinde ist eines der größten Weinanbaugebiete Teneriffas.
2 Sandstrände gehören zum Gemeindegebiet – der Strand in Abades und der Strand bei Poris de Abona.

 

Villa de Arico


Der Hauptort der Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Arico Viejo, Arico Nueva und Lomo de Arico. Die Region der Gemeinde war schon von den Ureinwohnern besiedelt – Ende des 16. Jahrhunderts wurden von den Spaniern die ersten Häuser in dem Gemeindegebiet erbaut.


Arico Nuevo


Der Ortsteil Arico Nuevo kann mit zahlreichen historischen Bauwerken aufwarten – unter anderem kann das Haus des Historikers Jose Peraza de Ayala bewundert werden, der hier geboren wurde. Die Gründung dieses Ortsteils erfolgte im 18. Jahrhundert aufgrund des Wassermangels in Lomo de Arico, der die damaligen Einwohner zwang, sich in der Nähe einer Wasserquelle anzusiedeln. Der Ortskern ist von kanarischen Herrenhäusern geprägt. Der gesamte Ortsteil steht unter Denkmalschutz und zahlreiche der alten Herrenhäuser werden restauriert.


Arico Viejo


Der Ortsteil Arico Viejo bildet das nördliche Ende des Hauptortes Villa de Arico. In diesem Ortsteil befinden sich das Gesundheitszentrum, eine Apotheke und zahlreiche Restaurants und Bars.


Lomo de Arico


Der Ortsteil Lomo de Arico erstreckt sich malerisch über einen Bergrücken.


Abades


Der Ortsteil Abades ist zwar ein kleiner Ort, aber in punkto erneuerbare Energie ganz vorne. Rund um den Montana Pelada wurde vom technischen Institut für erneuerbare Technologien ein technologischer Lehrpfad angelegt. Hier werden den Besuchern die neuesten Erkenntnisse in Windkraft und Solartechnik präsentiert. Hinsichtlich Wind und Sonne herrschen die besten Voraussetzungen auf Teneriffa, was zur Weiterentwicklung dieser Technologien beiträgt. Abades ist aber nicht nur ein Zentrum der Technologien – es ist ein kleiner, malerischer Ort mit einem wundervollen Strand und einer kleinen Strandpromenade, dessen Ortskern von hübschen Villen und Reihenhäusern geprägt ist. Entlang der Promenade laden Restaurants, Bars und Geschäfte zu einem Besuch ein. Eine nahe gelegene Bucht ist ein Paradies für Naturfreunde – hier wurde die Natur ganz sich selbst überlassen. Wer in Abades nach abendlicher Unterhaltung oder gar nach ausgeprägtem Nachtleben sucht, wird nicht fündig werden. In Abades zählen Natur, fantastische Sonnenuntergänge und Erholung pur.


Poris de Abona


Poris de Abona ist ein kleiner Ort an der südlichen Küste Teneriffas, der nicht weit von dem Hauptort der Gemeinde Arico entfernt ist. Die Küste ist in dieser Region felsig – ein kleiner, dunkler Kiesstrand am Ort lädt zum Baden ein. Entlang der kleinen Promenade am Meer können zahlreiche Angler beobachtet werden. Die Region um den kleinen Ort ist reine Vulkanlandschaft ohne besondere Vegetation. Aus diesem Grund war der Ort im Hinblick auf Infrastruktur und Tourismus jahrelang ein Stiefkind – dies hat dem Ort die Ursprünglichkeit erhalten. Der wundervolle Ausblick über das Meer bis nach Gran Canaria und das Bergmassiv des Teide im Hintergrund ist in Poris de Abona faszinierend. Für Urlauber, die eher turbulente Orte mit ausgeprägtem Nachtleben bevorzugen, ist der kleine, malerische Ort nicht geeignet. Für diejenigen, die eigentlich Ruhe und Erholung suchen und nur ab und zu in den touristischen Trubel eintauchen wollen, bieten sich abendliche Ausflüge nach Playa de las Americas, Los Cristianos oder Santa Cruz de Tenerife an, die alle nicht weit entfernt sind.


Übernachten in der Gemeinde Arico


In den Orten der Gemeinde gibt es keine riesigen Hotelkomplexe – zumindest noch nicht. Pauschalurlaub wird für diese Region derzeit kaum oder noch gar nicht angeboten. Kleine Hotels, Ferienwohnungen oder Appartments können im Voraus online reserviert werden oder einfach vor Ort gesucht und gemietet werden.


Infrastruktur


Die Gemeinde ist an die Autobahn angebunden, die die Hauptstadt mit den Touristenhochburgen im Südwesten verbindet. Busse verkehren regelmäßig – in die Hauptstadt, nach Playa de las Americas und Los Cristianos, nach Las Galletas, El Medano und zum Flughafen Teneriffa Süd. Ein Mietwagen ist für Urlauber zu empfehlen, die auf die eigene Flexibilität Wert legen, um zu den zahlreichen Attraktionen Teneriffas zu gelangen.


Sehenswertes


In Arico kann die kleine, barocke Kirche Iglesia San Juan Bautista in Lomo de Arico bewundert werden, wobei die Kirche, der Kirchplatz und ein Drachenbaum malerisch auf einem Bergrücken thronen.
Der helle Strand am Faro de Abona, der zu Poris de Abona gehört, ist einen Besuch wert.
Der Ortsteil Arico Nuevo mit seinen historischen Gebäuden sollte nicht versäumt werden.
In der Käserei zwischen dem Hauptort Villa de Arico und Poris de Abona kann der Käse der Region probiert werden.
Der Naturpark Montana Peleda in Abades ist faszinierend und sehr informativ. Dieser Lehrpfad ist einzigartig auf den Kanaren.
Punta de Abona bei Poris de Abona und Abades bietet mit seinem rot-weiß gestreiften Leuchtturm – Faro de Abona - einen malerischen Anblick. Auf dem Weg zum Faro kommen die Urlauber an der Geisterstadt vorbei, die aus zahlreichen, verfallenen Gebäuden besteht. Der Ganze Ort hat ein gespenstisches Flair und taucht in den offiziellen Touristenführern nur selten auf. Hier war nämlich bis ins Jahr 1920 eine Leprastation, die später noch als Schießplatz und Übungsgelände für das Militär und die Guardia Civil diente. Das Image dieses namenlosen Ortes ist heute noch so sehr belastet, dass der Ort noch immer ignoriert wird, obwohl die Lage eigentlich ideal ist.