Drachenbaum Drago Milenario und Schmetterlingspark Mariposario del Drago


Im Norden Teneriffas bei Icod de los Vinos kann der bekannteste Drachenbaum in einer Parkanlage bewundert werden. Dieser Drachenbaum ist der größte und älteste seiner Art auf den gesamten Kanarischen Inseln. Bis vor kurzer Zeit wurde noch angenommen, dass der Drachenbaum bereits etwa 3.000 Jahre alt sei. Jüngsten Erkenntnissen zur Folge jedoch wurde das Alter des Drago Milenario auf 600 bis 800 Jahre geschätzt, was dennoch ein beträchtliches Alter darstellt. Da der Drachenbaum eigentlich kein richtiger Baum ist, sondern ein Liliengewächs, kann das exakte Alter nicht anhand der Jahresringe ermittelt werden. Die einzige Möglichkeit, das Alter in etwa einzugrenzen, liegt in der Anzahl der Verästelungen des Drachenbaums. Allerdings entstehen diese eher unregelmäßig, somit ist eine exakte Datierung des Alters nahezu unmöglich.

 

Die Bezeichnung Drachenbaum geht auf 2 Eigenschaften des Baumes, bzw. des Liliengewächses, zurück. Charakteristisch für den Drachenbaum ist die Tatsache, dass beim Abschlagen eines Zweiges an der Schnittstelle im Regelfall gleich 2 neue Triebe nachwachsen – dies wird den Legenden und Sagen nach den Köpfen der Drachen nachgesagt. Die zweite Eigenschaft, die den Drachenbaum mit den Drachen aus den Legenden in Verbindung bringt, ist die Verfärbung des farblosen Harzes, sobald es an die Luft gelangt. Das Harz des Drachenbaums verfärbt sich beim Kontakt mit Luft rot wie Blut. Daher wird das Harz des Drachenbaums auch als Drachenblut bezeichnet, dem zudem eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Bereits den Ureinwohnern war die heilende Wirkung des Drachenblutes bekannt.

Der gepflegte und schöne Park – Parque del Drago - bei Icod de los Vinos führt die Besucher mit Schildern zu der 16 Meter hohen und etwa 6 Meter breiten Naturattraktion. Direkt gegenüber dem Park befindet sich der Schmetterlingsgarten Mariposario del Drago. Dort können in einer großen Halle über 800 wunderschöne Schmetterlinge aus verschiedensten Ländern der Erde bewundert werden. Die kleinsten Schmetterlinge im Park haben eine Spannweite von nur 2 cm – die größten Exemplare dagegen erreichen eine Flügelspannweite von bis zu 30 cm. In der Aufzuchtstation können die einzelnen Phasen der Metamorphose beobachtet werden. Dabei wird die Entwicklung von der kleinen Raupe über die anschließende Verpuppung bis hin zum Schmetterling in bunter Farbenpracht genau aufgezeigt. Ein weiterer Bewohner des Schmetterlingsparks ist ein Leguan.