Geschichte


Teneriffa vor Christus


Die Insel Teneriffa war vermutlich bereits den Phöniziern bekannt – Nachweise und eindeutige Belege dafür existieren jedoch nicht. Es wird vermutet, dass diese die Ersten Besucher auf der Insel Teneriffa, was übersetzt „schneebedeckter Berg“ bedeutet, waren. Von den Phöniziern haben die Kanaren wahrscheinlich auch den Beinamen „die Purpurinseln“ – denn die Phönizier sollen in der damaligen Zeit die Orchillaflechte mit in ihre Heimat genommen haben. Aus dieser Färberpflanze konnten Purpurstoffe gewonnen werden, die sich zu einer wichtigen Handelsware der Phönizier entwickelte.
Die Guanchen – die Ureinwohner auf Teneriffa, die die Insel als Erste besiedelten – stammen wahrscheinlich von Nordafrikanischen Berbern ab. Bis zur Wiederentdeckung durch portugiesische Seefahrer und die spätere Eroberung durch die Spanier lebten die Guanchen auf der Insel Teneriffa in ihrer eigenen Kultur - ohne dass die Außenwelt über eine besondere Kenntnis über die Insel verfügte.

 

Die Geschichte Teneriffas nach Christus


Erst im Jahr 1341 kamen portugiesische Seefahrer auf Teneriffa, die die Insel sozusagen wieder entdeckten. Ab Beginn des 15. Jahrhunderts folgten die Eroberungen der einzelnen Kanarischen Inseln durch die Spanier -  Teneriffa war die letzte Insel der Kanaren, die von den Spaniern erst am Ende des Jahres 1495 komplett eingenommen werden konnte. Bei den blutigen Schlachten um die Insel Teneriffa kam den Spaniern die Pest zu Hilfe, die sie mit eingeschleppt hatten und die die Gegnerzahl dementsprechend dezimierte. Mit der endgültigen Eroberung der Kanareninsel Teneriffa stand nun der gesamte Archipel der Kanaren unter der Herrschaft der spanischen Krone. Nach und nach mischten sich auf Teneriffa die Guanchen mit den Eroberern und ein großer Teil der Kultur der Ureinwohner ging verloren.
Die erste Hauptstadt Teneriffas nach der Eroberung der Spanier wurde La Laguna und Teneriffa nahm eine wichtige Position als Stützpunkt für den Schiffsverkehr zwischen Spanien und den amerikanischen Kolonien ein.
Ein Versuch des englischen Admirals Robert Blake, im Jahr 1657 Teneriffa zu erobern, scheiterte  - auch der zweite Versuch im Jahr 1706 unter Admiral John Jennings scheiterte abermals.
Im Jahr 1778 erteilte der spanische König Carlos III Santa Cruz de Tenerife das Vorrecht, mit Amerika Handel zu betreiben.
Anno 1792 folgte die Gründung der ersten Universität auf den Kanaren in La Laguna, die bis ins Jahr 1989 auch die einzige blieb.
Im Jahr 1797 startete der englische Admiral Horation Nelson einen erneuten Versuch, Teneriffa zu erobern. Die Schlacht war die einzige Niederlage in seiner Laufbahn, zudem verlor Nelson in dieser Schlacht seinen rechten Arm.
In den folgenden Jahren erlebte Teneriffa eine wirtschaftliche Blütezeit, konnte sich aber dennoch nicht von der feudalistischen Gesellschaftsordnung abwenden – erst im 19. Jahrhundert folgten politische Reformen.
Santa Cruz de Tenerife wurde ab 1822 die Hauptstadt der gesamten Kanaren – diesen Status hielt die Stadt bis ins Jahr 1927.
Die fortschreitende politische Radikalisierung beherrschte die Anfangsjahre des 20. Jahrhunderts auf Teneriffa. Der Spanische Bürgerkrieg nach dem Putsch durch den späteren Diktator General Franco war an sich auf Teneriffa zwar nicht zu spüren, aber die Auswirkungen der darauf folgenden wirtschaftlichen Isolierung waren äußerst negativ für die einst wirtschaftlich blühende Insel.
Im Jahr 1975 – nach dem Tod des Diktators Franco - folgten die Demokratisierung und die Autonomie für Teneriffa und die weiteren Inseln der Kanaren.
Am 27. März 1977 ereignete sich ein katastrophales Flugzeugunglück auf Teneriffa. Zwei Jets der damaligen Fluggesellschaften KLM und PanAm waren auf dem Flughafen Rodeos miteinander kollidiert. Diese Katastrophe kostete 583 Menschen das Leben und gilt als größtes Flugzeugunglück der Luftfahrtgeschichte.
Seit 1982 haben die Kanaren den Status einer autonomen Region innerhalb Spaniens.