Höhlendorf Chimanada


Mitten in der faszinierenden Region des Anagagebirges liegt das kleine Bergdorf Chimanada. Die Besonderheit dieses kleinen Örtchens liegt darin, dass zwar wunderschöne, weiß leuchtende Hausfassaden zu sehen sind, aber die eigentlichen Häuser nicht. Die Menschen in dem kleinen Bergdorf wohnen im Berg selbst – nur die Front ist gemauert wie ein Haus und hat Fenster und Türen in bunten Farben. Diese Höhlenwohnungen existieren schon seit langer Zeit.

 

Leider hat es die meisten Bewohner der kleinen Einöde mit den Höhlen als Häuser bereits in die größeren Städte verschlagen – nur noch wenige wollen ohne den Komfort des modernen Lebens dort ihren Alltag verbringen. Dennoch scheinen die ehemaligen Bewohner immer noch mit ihrem kleinen Höhlendorf verbunden zu sein, denn an den Wochenenden kommen alle gerne zurück, um den Verwandten und Alten in der Region einen Besuch abzustatten.

Den Urlaubern, die nach Chimanada kommen, bietet das kleine Dorf einen malerischen Anblick und eine gewisse Faszination. Die Ausblicke von den Höhlen mit den Häuserfassaden über die Bergwelt bis hinunter zur Küste sind einfach phantastisch. Für viele der Besucher ist es unvorstellbar, wie die Menschen dort in dieser Abgeschiedenheit in 500 Metern Höhe über dem Meer leben können. Bis zum Jahr 1990 gab es in Chimanada und auf dem Weg dorthin keine Straßen – als Transportmittel dienten Esel. Mit dem Bau der Straße im Jahr 1990 kamen auch der Strom und das Telefon in das kleine Bergdorf, das bis dahin von der Infrastruktur vollkommen abgeschnitten war. Nachdem Chimanada sich zur Touristenattraktion entwickelt hat, wurde ein kleines Restaurant erbaut, das seinen Namen La Cueva – die Höhle – mit Recht trägt, denn auch hier handelt es sich um eine Höhle im Berg mit einer Außenfassade wie ein Haus. Dort können die Besucher einfache, kanarische Speisen in einem ganz besonderen Ambiente genießen.