Pyramiden von Güimar


Die Pyramiden von Güimar können in der Nähe der Stadt Güimar im Südosten Teneriffas besichtigt werden. Diese pyramidenförmigen Terrassenbauten in lang gestreckter Form wurden auf das 19. Jahrhundert datiert. Dies ist durch archäologische Ausgrabungen belegt, der Zweck und die ursprüngliche Funktion der Pyramiden von Güimar dagegen sind nicht eindeutig geklärt.

 

Archäologen vermuten, dass die Pyramiden lediglich von den Einheimischen errichtet wurden, indem die landwirtschaftlich genutzte Fläche von Steinen befreit wurde. Dieser Theorie widerspricht wiederum die spezielle, terrassenförmige Bearbeitung der Pyramiden, die auf einen gewissen Vorsatz bei der Errichtung der Monumente hindeuten.
Die Terrassenbauten wurden aus aufgeschichteten Lavasteinen errichtet - ohne Verwendung von Mörtel. Aus den Überlieferungen durch die Einheimischen und aus alten Darstellungen zeigt sich, dass früher an vielen Orten Teneriffas und der Kanaren errichtet waren. Im Laufe der Zeit wurden viele der Pyramiden abgerissen und als günstiges Baumaterial verwendet. In Güimar sind heute noch 6 von ursprünglich 9 Pyramiden erhalten.
Das dort befindliche Informationszentrum ermöglicht es den Besuchern, sich mit Thor Heyerdahls Hypothesen über die Pyramiden und seinen Forschungsreisen zu befassen. Neben Informationen zu den Pyramiden sind dort auch Modelle von Booten Heyerdahls ausgestellt. Weitere Ausstellungsstücke sind Fotos von Objekten, die in einer Guanchenhöhle gefunden wurden, die unter den Seitenkanten einer Pyramide entdeckt wurde. Im Auditorium des Pyramidenparks werden Vorführungen in 7 Sprachen angeboten.