Die Gemeinde und Hauptstadt Santa Cruz

 

Santa Cruz de Tenerife ist die Hauptstadt der Sonneninsel und zugleich die Gemeinde im äußersten Nordosten. Zum Gemeindegebiet gehören neben der Hauptstadt und ihren Faszinationen das dünn besiedelte Gebiet des Anaga-Gebirges an der nordöstlichen Spitze der Insel sowie die kleinen Orte San Andres, Taganana, Chamorga und Igueste. Zudem ist Santa Cruz der Verwaltungssitz der westlichen Kanarischen Inseln. Die Hauptstadt und die Ortsteile der Gemeinde sind nachstehend näher beschrieben.

 

Die Hauptstadt Santa Cruz


Santa Cruz ist von einer faszinierenden Kulisse umgeben. Das Anaga-Gebirge umrahmt die Stadt und bietet ein beeindruckendes Panorama. Im Hafen bieten Kreuzfahrtschiffe, Container-Schiffe und Transportfähren einen imposanten Anblick. Santa Cruz besitzt den größten Verschiffungshafen in Spanien, der gleichzeitig der tiefste der Welt ist. In Santa Cruz laden Fußgängerzonen, die von zahlreichen Pflanzen und Bäumen gesäumt sind, zum Bummeln ein. Die Einkaufsmöglichkeiten in der Hauptstadt sind äußerst vielfältig – seit der Aufhebung des Ladenschlussgesetzes auf Teneriffa schlagen die Shopping-Herzen in der Hauptstadt noch höher. Seither kann hier auch an Sonn- und Feiertagen ein Einkaufsbummel unternommen werden. Wunderschöne Parkanlagen ermöglichen ausgiebige Spaziergänge, bei denen zahlreiche historische Gebäude bewundert werden können. An Museen und kulturellen Highlights mangelt es in der Hauptstadt Teneriffas sicher nicht. Eine Vielzahl an Kirchen und Plazas mit historischer Bedeutung lädt in der Hauptstadt zu einem Besuch ein. Trotz des Massentourismus auf der Sonneninsel erstrahlt Santa Cruz noch immer in echtem spanischem Flair. Obwohl Santa Cruz eine Großstadtatmosphäre und geschäftiges Treiben im Hafen vermittelt, wird die Hauptstadt nicht von Hektik beherrscht. Einige autofreie Zonen wurden zwischenzeitlich eingerichtet, in denen Bars und Cafes zu einem Aufenthalt einladen. In Santa Cruz befindet sich auch das Wahrzeichen Teneriffas – das Auditorio de Tenerife, das als Kulturzentrum der Musik gilt und mit seiner beeindruckenden Architektur, die vielen durch Bilder von Teneriffa bekannt ist, auf sich aufmerksam macht.
Im Hafenbereich existieren mehrere, kleine Strände, die jedoch vorwiegend von den Einheimischen besucht werden. In der Nähe des Auditorio de Tenerife lädt ein Meerwasserschwimmbad zu ungetrübtem Badevergnügen ein. Der Playa de las Teresitas, ein heller Sandstrand, der mit Saharasand im Jahr 1973 aufgeschüttet wurde, liegt in etwa 8 km Entfernung und bietet sich zum Baden und Sonnenbaden an. Wer einen FKK-Strand bevorzugt, kann den etwa 11 km entfernten Playa de las Gaviotas besuchen, ein Strand aus schwarzem Vulkansand. Beide Strände liegen ganz in der Nähe der Ortsteile Igueste und San Andres.


San Andres


San Andres ist ein Gemeindeteil von Santa Cruz de Tenerife und liegt etwa 10 km von der Hauptstadt entfernt, oberhalb der Küste, eingebettet in die Vorläufer des Anaga-Gebirges. Bis ins Jahr 1940 war San Andres nur über einen Trampelpfad zu erreichen. Nach der Fertigstellung der Küstenstraße nahm San Andres die Position als Vorort der Hauptstadt Teneriffas ein. Die Haupteinnahmequelle der Einwohner ist noch immer der Fischfang, aber der Tourismus hat in dem kleinen Ort bereits Einzug gehalten. Dennoch erstrahlt das kleine Dorf in ursprünglichem Charme – im Dorf selbst gibt es keine Hotels, nur einige Appartments werden zur Vermietung angeboten. Geplante, größere Touristikanlagen wurden von spanischen Gerichten im Jahr 1984 gestoppt. Am Strand Playa Las Teresitas wurde eine touristische Infrastruktur geschaffen mit Parkplätzen, sanitären Anlagen und Imbissbuden. Playa Las Teresitas ist der Vorzeigestrand der Hauptstadt, deren Einwohner gerne ihre Freizeit dort verbringen.


Igueste


Ungefähr 7 km in Richtung Nordosten vom Vorzeigestrand Playa de la Teresitas liegt das kleine Dorf Igueste. Das kleine, verträumte Örtchen liegt am Ende der Straße – in einer Sackgasse – denn von hier aus geht es dann nur noch zu Fuß weiter. Da Igueste de San Andres vom Tourismus völlig unbehelligt ist, bietet sich hier Entspannung pur, Ruhe, Erholung und eine herrliche Ursprünglichkeit. Igueste selbst hat einen kleinen Strand, der in einer versteckt liegenden Bucht verborgen ist. Der relativ schwierige Abstieg in die Bucht zu dem dunkelsandigen Strand trägt dazu bei, dass dieser Strand ein einsames und absolut ruhiges Badevergnügen ermöglicht. Aufgrund der Abgeschiedenheit nutzen diesen gerne Freunde des FKK-Badens.


Taganana


Die Anfahrt in das kleine Dörfchen Taganana ist eine abenteuerliche Fahrt durch Serpentinen. Der kleine Ort liegt an steilen Berghängen und erstreckt sich bis hinunter zum Meer. Taganana ist eine der ältesten Siedlungen Teneriffas und strahlt in reizvollem Ambiente. Hier herrscht kein lauter Tourismus – Ruhe und Beschaulichkeit beherrschen den kleinen Ort. Bis ins Jahr 1960 konnte der Ort nur über Maultierpfade erreicht werden, was für die noch immer erhaltene Ursprünglichkeit des Ortes spricht. Wer Taganana besucht, sollte auf dem Parkplatz am Ortseingang sein Auto abstellen – der wunderschöne und beschauliche Ort selbst kann am besten zu Fuß erkundet werden. Die kleinen und extrem engen Gässchen des Ortes weisen teilweise ein Gefälle von 15 % auf, was für eine Durchfahrt mit dem Auto mit hohem Risiko verbunden ist. Die kleine Plaza vor der Kirche des Ortes ist von interessant verschachtelten Häusern umgeben, die in strahlendem Weiß leuchten. Taganana ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Nordosten der Sonneninsel. Die Historik des Ortes ist eng mit der Geschichte der Guanchen und der Eroberung durch die Spanier verbunden. Bis zur Eroberung durch die Spanier war die Region um Taganana ein ideales und vor allem abgeschiedenes Weidegebiet für die Tiere der Guanchen. Die blutige Eroberung im Jahr 1459 setze dem ein jähes Ende und anno 1501 wurde Taganana gegründet, das als Zentrum des Zuckerrohranbaus fungieren sollte.


Chamorga


Chamorga ist ein sehr kleines Dörfchen am nordöstlichsten Punkt der Insel. Eine enge und sehr kurvenreiche Straße führt zu dem kleinen Ort. Entlang der Straße wachsen Ginster, Erika und Lorbeer und die Ausblicke während der Fahrt nach Chamorga sind gigantisch. Am Ortseingang von Chamorga muss das Auto am Dorfeingang abgestellt werden – hier ist die Autofahrerwelt auf Teneriffa dann endgültig zu Ende. Der kleine Ort ist von weißen Häusern, Palmen und Drachenbäumen geprägt und bietet einen malerischen und verträumten Anblick. Den Leuchtturm und den schönen, einsamen Strand können die Besucher über einen Fußweg, der steil durch eine Schlucht führt, erreichen. Die Wälder, die Chamorga umgeben, sind oft mit Nebel verhangen, was dem kleinen Ort einen Hauch von Mystik verleiht. Die Strände in dieser Region sind ideal zum Surfen oder Erfrischen – zum Baden sind die Unterströmungen und die starke Brandung des Atlantiks in dieser Region zu gefährlich.


Übernachten in Santa Cruz de Tenerife


In der Inselhauptstadt werden Hotels der unterschiedlichsten Kategorien und Preisklassen – bis hin zum 5 Sterne Luxushotel – innerhalb von Pauschalreisen angeboten. Für die weiteren Ortsteile bestehen keinen Pauschalangebote. Hotels, Appartments oder Ferienwohnungen können in der Hauptstadt vorab online reserviert oder direkt vor Ort gemietet werden. In einigen der kleinen, weiteren Ortsteile werden entweder Appartments oder Zimmer in kleinen Hotels angeboten.


Infrastruktur


Die Infrastruktur in der Gemeinde der Hauptstadt ist bestens ausgebaut. Der Hafen der Hauptstadt ermöglicht Fährverbindungen zu den Nachbarinseln – die Nähe zum Flughafen Teneriffa Nord ist ebenfalls ideal. Die Verkehrsanbindung der Hauptstadt zu den weiteren Gemeinden Teneriffas ist bestens – zu den kleinen Orten der Gemeinde führen relativ kleine und schmale Straßen, die sich serpentinenartig durch die Ausläufer des Anaga-Gebirges schlängeln.


Sehenswertes


Von Santa Cruz aus können herrliche Wanderungen in die unberührte Natur unternommen werden.
Sämtliche Sehenswürdigkeiten und Highlights der Insel sind schnell über die Autobahn erreichbar.
In Santa Cruz erwarten die Urlauber zahlreiche Attraktionen kultureller und historischer Natur.
Das Wahrzeichen Teneriffas, das Auditorio de Tenerife glänzt mit seiner besonderen Architektur und lädt zu Besuchen der Konzerte klassischer Musik ein oder zu Opern und zu Ballettaufführungen.
Das Teatro Guimera war bereits im 19. Jahrhundert das kulturelle Zentrum der Stadt – jedes Jahr finden hier Festivals mit klassischer Musik statt.
Eine Vielzahl von Museen laden in der Inselhauptstadt zu Besuchen ein.
In der ehemaligen Markthalle Centro de Arte La Recova werden immer wieder die unterschiedlichsten Ausstellungen präsentiert.
Im Museo de Bellas Artes können Werke kanarischer Künstler bewundert werden. Gemälde von Künstlern aus Spanien, Holland und Italien sind hier ebenfalls ausgestellt. Zudem beherbergt dieses Museum die 100.000 Bände der Stadtbibliothek.
Im Chuartel de Almeida – der alten Festung aus dem 19. Jahrhundert – ist neben der Militärverwaltung auch das Museo Militar Regional untergebracht.
Im Museo de la Naturaleza y el Hombre können die Besucher einiges über die Entstehung Teneriffas, die Flora und Fauna der Sonneninsel und über die Guanchen und die Geschichte der Insel erfahren.
Der Park Garcia Sanabria besticht durch seine nahezu dschungelartige Vegetation und den vielen Brunnen und Arkaden. Die Faszination des Parks macht diesen zu einem Anziehungspunkt für Touristen, die Santa Cruz besuchen.
Zahlreiche, wunderschöne Plazas laden zum Bewundern ein, unter anderem die Plaza del 25 Julio, die mit acht Wasser speienden Fröschen und 19 Bänken, die mit Mosaiken gekachelt sind, ausgestattet ist. Die großen Palmen dieser Plaza spenden Schatten und laden die Besucher zum Verweilen auf den Mosaikbänken ein.
Wie eine tropische Insel wirkt die Plaza del Principe Asturias. Uralte Bäume und eine beeindruckende Pflanzenvielfalt prägen diesen Platz, der zum Verweilen in traumhaftem Ambiente einlädt.
In der Nähe des Hafens liegt der zentrale Platz – Plaza de la Espana. Hier befinden sich das Gebäude der Inselregierung und ein Gedenkmonument, das an die Toten des spanischen Bürgerkriegs erinnert. Direkt an diesen Platz grenzt die Plaza de la Candelaria an, die in die Hauptgeschäftsstraße von Santa Cruz – die Calle de Castillo – übergeht.
Jeden Sonntagvormittag findet am Hafen ein großer Flohmarkt statt, der einen Besuch wert ist, um günstig einzukaufen oder um das bunte Treiben zu beobachten.